NORMAN KEIL

08.12.17 - Einlass: 19.00 Uhr - Beginn: 20.00 Uhr
VVK: 17,70 €

Norman Keil – ein Name, so kantig, geerdet und direkt, wie auch die Lieder des Singer/ Songwriters aus Gießen. Seit 2008 wirkt der im thüringischen Erfurt geborene Musiker und Producer als Gitarrist und Songschreiber/ Ideengeber bei der Fury In The Slaughterhouse-Nachfolgeband Wingenfelder und zählt seit mittlerweile über sechs Jahren auch als Solokünstler zu den aufregendsten, sehenswertesten Geheimtipps innerhalb der deutschsprachigen Musiklandschaft. Nach viel beachteten Supportshows für Größen wie Udo Lindenberg, Peter Maffay oder Gregor Meyle legt Norman Keil nun mit „#20sechzehn“ sein drittes und zugleich auch mutigstes Album vor!

Mit Songs wie „Perfekt“, „Klassenfahrt“ oder „Springen in die Nacht“ zeichnete Norman Keil in jüngster Vergangenheit für euphorisch abgefeierte Stadion-Pop-Ohrwürmer verantwortlich, die heute aus keinem Wingenfelder-Liveset mehr wegzudenken sind. Auf „#20sechzehn“ beginnt für den Mann mit dem dunklen Humphrey Bogart-Hut und der schwarzen Sonnenbrille nun ein ganz neues Kapitel: Schon mit der im vergangenen Juli ausgekoppelten Vorabsingle „Absolut OK“ hat er einen ersten Vorgeschmack dessen abgeliefert, was Norman Keil so alles aus der Krempe zaubert. Drei Jahre hat sich Keil nach der Veröffentlichung von diversen Singles, seinem 2010er Albumdebüt „Staubige Platte“ sowie dem Nachfolger „Kleinfeindaheim: Studio Nord Bremen Session“ (2015) Zeit gelassen, sich zu hinterfragen, sich zu suchen, sich schließlich zu finden und seinen markanten Signature-Sound zwischen traditionellem Liedermacher-Rock und modernem, frischen Pop völlig neu zu definieren. „Eigentlich wollte ich schon mit dem Musizieren aufhören, doch dann kam Fresenhagen“, erinnert sich Keil heute an eine zerrissene Zeit voller Selbstzweifel zurück, die er erst mit seinem Besuch auf Rio Reisers legendärem Anwesen in Nordfriesland besiegte, auf dem der 1996 verstorbene Ton Steine Scherben-Kultsänger zu Lebzeiten jede Menge Inspirationen für zahlreiche unsterbliche Deutschrock-Klassiker verarbeitete. „Ich stand am Scheideweg und war kurz davor, alles hinzuschmeißen. Doch an diesem irgendwie magischen Ort herrscht eine ganz besondere Atmosphäre. Ein kreativer Spirit, der einen sofort berührt. Ich spürte genau, dass es sich lohnen würde, meinen Pfad weiter zu gehen. Aus diesem wahnsinnig positiven Aufbruchsgefühl heraus entstand später das Stück `Alles wird gut`.“

Ein Pfad, der Norman Keil seither regelmäßig auf teilweise ausverkaufte Headlinertouren durch deutsche Clubs geführt hat. Zusätzlich war der charismatische Thirty-Something im Vorprogramm für Udo Lindenberg auf den Rockliner 4, Peter Maffay bei Stars at Sea sowie Gregor Meyle zu sehen und rockte das Publikum während seiner Shows auf dem Rio Reiser Gedenkfestival oder der TUI-Schallwellen-Cruise (auf der er neben etablierten Acts wie Santiano, BalticSeaChild, Pohlmann oder Fools Garden als die Überraschung des Festivals gefeiert wurde).

„Im Grunde will ich nur meine Geschichten erzählen“, so Keil über seine Songs. „Dabei ist es mir egal, ob ich vor 10 oder vor 10.000 Leuten spiele. Die große Kunst ist, das Publikum abzuholen und mit auf einen Trip zu nehmen.“ Ein Trip, zu dem Norman Keil auch auf „#20sechzehn“ einlädt! Schon immer hat ihn die Reibung und der Kontrast gereizt – dieses ganz besondere Spannungsfeld aus guten Zeiten und schlechten Zeiten, Höhen und Tiefen, aus Liebe und Glück, aber auch Enttäuschung, Einsamkeit und Verlust, die bis heute die wichtigsten Motive innerhalb seiner Songs darstellen. Das Leben durch die unverschnörkelte Brille von einem, der schon viel erlebt und noch mehr zu erzählen hat. Einer, der sich nicht verstellen oder verbiegen lassen will, sondern sich mit seiner direkten Art auch oft angreifbar macht. Blumige Metaphern sucht man auf „#20sechzehn“ vergeblich; statt verkitschte Deutsch-Prosa liefert Keil authentische, eindringliche und vor allem fast schmerzhaft ehrliche Klartexte mit deutlich spürbarem Hang zu Details. Ein emotionales Logbuch seines mal steilen, mal steinigen Weges.

www.norman-keil.com